Frauer 2009

Gospel Choir 2008

Steps for Life 2009

Benefizdinner 2008

Bernd Hock 2007

Some Voices 2006

Manfred Siebald 2012

Manfred Siebald 2005

Söhne Edgars 2004

P. Hatzopoulos 2002

Benefizabend: Erstaunlicher Lebensmut eines Behinderten - November 2007

 

Wo die Arme zu kurz sind, wird mit den Füßen gegessen

Ist Gesundheit wirklich das Allerwichtigste im Leben? Dieser Frage gingen über 60 Gäste, darunter zahlreiche Jugendliche, auf Einladung des Vereins „HiP - Helfen in Partnerschaft“ im Kommohaus in St. Johann-Würtingen nach. Zu Gast war Bernd Hock aus dem hohen Norden Deutschlands. Dass sich dieser Mann ganz besonders mit diesem Thema auseinander setzen muss, war offensichtlich: Bernd Hock ist schwer körperbehindert, er hat stark verkürzte Arme und Hände. Zahlreiche Operationen und Krankheiten zählte er auf. Und überraschte das Publikum mit seinem Humor.

 

Wann ist Leben lebenswert?

Der Referent hätte auf Grund seiner Behinderungen allen Grund zum Jammern. Doch das Faszinierende war, dass Bernd Hock von Lebensfreude strahlt. Mit seinem Witz gewann er die Zuhörer und stellte in Frage, was in der Gesellschaft schon fast zum Dogma geworden ist: dass nur ein gesundes Leben ein gutes Leben ist. Er ging noch weiter: Ist ein Leben nur ohne Behinderungen lebenswert, sollen ungeborene behinderte Kinder abgetrieben werden, „um ihnen ein unwürdiges Leben zu ersparen“? Bernd Hock ist froh, dass er selbst nicht abgetrieben wurde. Direkt nach seiner Geburt 1968, so erzählte er, habe seine Familie bereits sein ganzes Leben durchgeplant – mit betreutem Wohnen, behindertengerechter Beschäftigung und vielem mehr. Doch Bernd Hock nahm sein Leben selbst in die Hand, studierte unter anderem Philosophie und Pädagogik, heiratete und ist inzwischen Vater von zwei Kindern.

 

Auch der Sohn ist betroffen

Hock arbeitet heute selbständig als Psychotherapeut, außerdem ist er Stimmenimitator und Kabarettist. Seine Tochter kam gesund auf die Welt; bei seinem Sohn jedoch traten ähnliche Behinderungen wie bei ihm auf. Der Referent zeigte einen kurzen Film seiner Familie, der Betroffenheit, aber auch Verwunderung und Bewunderung auslöste: Mit großem Geschick meistern Vater und Sohn den Alltag; wo die Arme zu kurz sind, wird eben mit den Füßen gegessen. Bernd Hock verriet den Zuhörern auch, woher sein Lebensmut und seine Lebensfreude kommen. Der Sinn des Lebens bestehe eben nicht darin, gesund und leistungsfähig zu sein – im Umkehrschluss wäre ein Leben von Kranken und Schwachen sinnlos. Er betrachte seine Existenz vielmehr als Geschenk Gottes – und als Kind Gottes empfinde er sein Leben als besonders lebenswert.

 

HiP macht fit für die Zukunft

Hocks Botschaft traf auch das Anliegen des Vereins  „HiP - Helfen in Partnerschaft“, der den Abend veranstaltete: Dessen Mitglieder setzen sich für benachteiligte Menschen insbesondere in der Dritten Welt ein, um ihnen Mut zu machen und sie im Kampf für eine bessere Zukunft zu unterstützen. So kamen auch die Spenden des Abends dem HiP-Jahresprojekt 2007 auf Sansibar zugute. Dort wird eine Kfz-Ausbildungswerkstatt aufgebaut, um arbeitslose Jugendliche fit für die Zukunft zu machen.

Steps for Life 2010

Steps for Life 2011

Some Voices 2010

Steps for Life 2012

Massage Marathon 2012

Steps for Life 2017

Steps for Life 2016

Afrikafest 2016

Steps for Life 2014

Projektinfoabend 2013

Steps for Life 2015