Weltweite Hilfe, die ankommt

2023 – Bau von Dorfentwicklungszentren im Südsudan

Im Nirgendwo
Der Südsudan ist eines der ärmsten Länder der Welt. Die Menschen führen ein dementsprechend entbehrungsreiches Leben. Schulen und Krankenhäuser gibt es nicht. Zu den wenigen Wasserstellen laufen die Frauen zum Wasserholen weite Strecken. Die Lebensgrundlage bilden ein wenig Viehzucht und Ackerbau. Die Gebiete sind schwer zugänglich, denn es gibt kaum Straßen, keine Tankstellen oder gar Autowerkstätten. Umso beachtlicher ist es, dass sich HiP-Partner vor vier Jahren mit Diesel, Ersatzreifen und eigenem Kfz-Mechaniker aufmachten, um in Naliel ein Dorfentwicklungszentrum zu errichten. Gemeinsam mit Entwicklungshelfern aus dem Nachbarland Kenia machten sie sich ans Werk: Neben Unterkünften für die Kenianer entstanden zunächst ein Brunnen und ein Mehrzweckgebäude

Ein Dorf blüht auf
Die leidenschaftlichen Kenianer, die die Sprache der Einheimischen sprechen und auch mit den harten Lebensbedingungen gut zurechtkommen, haben mit ihrem Einsatz schon viel bewegt: Der Brunnen spendet frisches Wasser. Kinder und Erwachsene lernen in der Schule lesen, schreiben, rechnen. Regelmäßig kommen verschiedene Fachkräfte in das Zentrum. Ärzte sorgen für medizinische Betreuung, Tierärzte geben Unterweisung zur Tierzucht, es gibt Schulungen zu Hygiene und Gesundheitsvorsorge. Der fruchtbare Boden wird nun umfassender landwirtschaftlich für den Getreide- und Gemüseanbau genutzt.

Weitere Dorfentwicklungszentren
Das erfolgreiche Pilotprojekt diente unseren Projektpartnern als Vorbild für zwei weitere Entwicklungszentren. Ausgewählt wurden die Dörfer Loitimor nahe der äthiopischen Grenze und Nawepak, wo die Menschen in einfachen Hütten leben und es bisher keine größeren Gebäude mit festem Dach gab. Dort haben unsere Projektpartner jeweils einfach gehaltene Mehrzweckgebäude errichtet, um nach dem Vorbild von Naliel schulische Ausbildung, ärztliche Betreuung und verschiedene Schulungen zu ermöglichen. Unser Vorstand Thomas Failenschmid war selbst dabei, als die Baumaterialien auf abenteuerlichen Pfaden zu diesen abgelegenen Dörfern transportiert wurden. Diese Dorfentwicklungszentren werden alle Lebensbereiche der Bewohner positiv beeinflussen: Die Förderung von Gemüseanbau und die parallele landwirtschaftliche Ausbildung tragen zu einer ausgewogenen Ernährung bei, Hygieneschulungen steigern die Gesundheit; Schulbildung hilft dabei, aus erdrückender Armut auszubrechen.

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